10.09.2012 / Ausland / Seite 7

Kein Frieden in Sicht

Südafrika: Minenkonzern und Gewerkschaft beschließen Ende des Ausstands. Streikende Kumpel unterzeichnen Abkommen nicht

Christian Selz
Zumindest die Börse hat der Friedensvertrag von Marikana Ende vergangener Woche überzeugt. Um sechs Prozent stiegen die Aktien des Minenbetreibers Lonmin, des drittgrößten Platinproduzenten der Welt, noch am gleichen Tag. Nach mehr als einer Woche Verhandlungen hatten sich die NUM, Südafrikas größte Bergarbeitergewerkschaft, und die kleinere Solidarity, zu Apartheidzeiten Gewerkschaft der Weißen, am Donnerstag mit dem Bergwerkbetreiber auf eine Wiederaufnahme der Arbeit und völligen Gewaltverzicht geeinigt. »Dies ist der erste Schritt in die richtige Richtung«, sagte Lonmin-Sprecherin Sue Vey und fügte an: »Wir hoffen, daß die Arbeiter auch bald unterzeichnen.« Denn genau hier liegt die Crux des falschen Friedens von Marikana: Die militante, jüngere Bergarbeitergewerkschaft AMCU und die Vertreter der nicht gewerkschaftlich organisierten Kumpel weigerten sich, das Abkommen zu unterschreiben. Die NUM wiederum hat den Kontakt zu den seit vier Wochen streikenden Arbeitern, von denen vor ...

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