04.09.2012 / Ansichten / Seite 8

Neuordnung verschoben

Rhön-Übernahme geplatzt

Herbert Wulff
Die Übernahme des fränkischen Klinikbetreibers Rhön AG durch Fresenius ist offenbar endgültig gescheitert. Der Gesundheitskonzern teilte am Montag in Bad Homburg mit, er werde den Rhön-Aktionären vorerst kein neues Kaufangebot unterbreiten. Für Fresenius-Boß Ulf Schneider, der seinen Kaufrausch ansonsten hemmungslos auslebt, ist das eine krachende Niederlage. Und es ist ein Desaster für die Spekulanten, die auf den Deal gewettet hatten. Das Rhön-Papier verlor am Montag bis zu 23,5 Prozent. Alle, die nichts von der Zockerei mit Gesundheitsdienstleistungen halten, dürfte das erheitern.

Die Beschäftigten beider Unternehmen können vorläufig aufatmen. Ihnen bleibt die Fusion von Rhön mit der Fresenius-Tochter Helios zum größten privaten Krankenhausbetreiber Deutschlands erspart. Das hätte nicht nur die üblichen »Synergien« – sprich: Arbeitsplatzverluste – zur Folge gehabt. Den Belegschaften wäre zudem ein rigider Sparkurs diktiert worden. Sie hätt...

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