03.09.2012 / Inland / Seite 4

Bittere Märchenstunde über die böse Stasi

Kritik aus den eigenen Reihen: Zeitzeugenberichte von »Stasi-Opfern« oft frei ­erfunden

Gerd Feldkamp
Erlebnisberichte tatsächlicher oder angeblicher Opfer der DDR-Staatssicherheit werden jetzt auch in deren eigenen Reihen in Zweifel gezogen. Der frühere stellvertretende Bundesvorsitzende der »Vereinigung der Opfer des Stalinismus« (VOS), Claus-Wolfgang Holzapfel, beklagt in einem jW vorliegenden Internet-Beitrag, es seien »zunehmend Geschichtenerfinder« am Werk. Jüngstes Beispiel sei die frühere CDU-Bundestagsabgeordnete Vera Lengsfeld, der das Landgericht Berlin verboten hatte, weiter zu behaupten, der ehemals stellvertretende Generalstaatsanwalt der DDR, Hans Bauer, habe früher Todesurteile beantragt. »Beunruhigt stellen Vertreter der Verfolgten zunehmende Abweichungen in geschilderten Lebensläufen von Zeitzeugen fest«, beklagt sich Holzapfel. Da würden »schon mal Teile aus anderen Erlebnissen übernommen«, was dazu führe, daß die Vorwürfe »im Einzelfall einer Überprüfung nicht ...

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