30.08.2012 / Inland / Seite 5

BUND drängt auf Aus für Gorleben

Bei Endlagersuche will Umweltverband mindestens sechs Standorte erkundet wissen

Max Eckart
Hubert Weiger, der Vorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND), sparte am Mittwoch nicht mit Superlativen. Die Suche nach einem Endlager für die hochradioaktiven Abfälle sei »eine gewaltige Aufgabe«, sagte er. Tausende Tonnen stark strahlenden Atommülls für Jahrtausende sicher zu verwahren, »das ist die größte Aufgabe der Menschheit«. Weltweit sei bislang noch kein einziges Gramm dauerhaft entsorgt worden.

Für den Neustart der Endlagersuche in Deutschland formulierte Weiger mehrere Bedingungen. Zum einen müsse der Standort Gorleben aufgegeben werden. Der Salzstock im Wendland sei »erwiesenermaßen geologisch ungeeignet und politisch verbrannt«. Die Festlegung auf Gorleben im Kreis Lüchow-Dannenberg in den 1970er und 1980er Jahren sei ohne wissenschaftliches und demokratisches Verfahren erfolgt. Fachlich sprächen unter anderem ein teilweise fehlendes Deckgebirge sowie Kohlenwasserstoffvorkommen gegen Gorleben. Östlich der Elbe sei ...

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