25.08.2012 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Von wegen Atomausstieg

Eon und Co. geben niedrige Einkaufspreise nicht an Verbraucher weiter. Kunden mußten laut Studie drei Milliarden Euro zu viel für Strom zahlen. Unternehmen werden entlastet

Johannes Schulten
Drei Milliarden Euro zuviel sollen die Energiekonzerne den deutschen Verbrauchern in den vergangenen Jahren aus der Tasche gezogen haben. »Aktuell müßte der Strompreis zwei Cent die Kilowattstunde niedriger liegen, wenn die Versorger die gesunkenen Einkaufspreise der Vergangenheit entsprechend weitergereicht hätten«, wird der Leverkusener Energieexperte Gunnar Harms am Freitag in der Saarbrücker Zeitung zitiert. Doch das haben sie nicht. Statt dessen nutzten Eon, RWE und Co. Ersparnisse, um ihre Bilanzen aufzupeppen. In einer von der Bundestagsfraktion der Grünen in Auftrag gegebenen Studie hat Harms die Auswirkungen des Börsenpreises sowie diverser Steuern und Umlagen auf den Einkaufspreis von Strom untersucht. Dem gegenüber stellte er die Entwicklung der Preise, die Verbraucher für Elektrizität zahlen müssen. Sein Fazit: Der Atomausstieg hat nicht zu den von der Atomwirtschaft vorhergesagten Preissteigerungen geführt. Im Gegenteil: Seit 2008 hat sich der Beschaffungspreis für Stro...

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