23.08.2012 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Emma statt Schlecker

Exbeschäftigte der insolventen Drogeriemarktkette wollen geschlossene Filialen in Eigenregie ­weiterführen. In Baden-Württemberg machen sie demnächst ernst

Ralf Wurzbacher
Sie sind angetreten, es besser zu machen als ihr früherer Boß. Mehr als 50 der um ihre Jobs gebrachten Verkäuferinnen der insolventen Drogeriekette Schlecker wollen ihren alten Laden auf eigene Faust wieder flott machen. In Baden-Württemberg startet ein Pilotprojekt mit dem Ziel, zumindest einen Teil der im Zuge der Insolvenz dichtgemachten Filialen weiterzuführen. Losgehen soll es zunächst mit drei Geschäften rund um Ludwigsburg bei Stuttgart. Geht die Sache gut, sollen bundesweit bis zu 1000 weitere folgen und rund 4000 Arbeitsplätze gerettet werden. Gestern hat die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di die Pläne in Stuttgart offiziell vorgestellt.

Treibende Kraft hinter dem Vorhaben ist eine Reihe von Exmitarbeiterinnen an der Seite von ver.di-Sekretärin Christina Frank. Für sie haben 600 Schlecker-, 300 Schlecker-XL- und 100 Ihr-Platz-Märkte das Zeug, auf eigenen Beinen schwarze Zahlen zu schreiben. Sie sollen als sogenannte Mini-GmbH mit neuem Logo und...

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