22.08.2012 / Schwerpunkt / Seite 3

Krieg im »Hinterland«

Der Syrien-Konflikt macht auch das Nachbarland Libanon unsicher. Kämpfe zwischen bewaffneten Gruppen und Entführungen nehmen zu

Karin Leukefeld, Beirut
Der Aufruhr in Syrien hat lange schon Libanon erreicht. Daran erinnert ein Kampf, der in der Nacht zu Dienstag zwischen bewaffneten Gruppen zwei Vierteln in der nordlibanesischen Hafenstadt Tripoli. Die Einwohner von Jabal Mohsen gehören mehrheitlich alawitischen Familien an und gelten als Unterstützer der syrischen Regierung. Die Bewohner von Bab Al-Tabbaneh sind überwiegend sunnitische Familien, die den bewaffneten Aufstand im Nachbarland unterstützen. Bei den Kämpfen wurden Maschinengewehre, Panzerabwehrgranaten und Handgranten eingesetzt. Drei Menschen wurden getötet, mindestens 45 weitere verletzt, darunter zehn Soldaten. Als die Armee zwischen die Fronten zog und in beide Seiten feuerte, konnte kurzfristig ein Waffenstillstand erreicht aber nicht gehalten werden. Nach Auskunft der libanesischen Streitkräfte waren fünf der Soldaten am Montag verletzt worden, als bewaffnete Männer sie angriffen, fünf weitere wurden verletzt, als auf den Posten, an dem...

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