18.08.2012 / Ausland / Seite 7

Mordserie an Schiiten in Pakistan

Mindestens 20 Tote in Gilgit-Baltistan und drei in Quetta, der Hauptstadt von Belutschistan

Knut Mellenthin
Mindestens 20 Schiiten wurden am Donnerstag in Nordpakistan von Unbekannten getötet. Die Opfer befanden sich in einem Konvoi von drei oder vier Kleinbussen, die von Rawalpindi nach Gilgit unterwegs waren. Die Mörder stoppten die Fahrzeuge in einer einsamen Berggegend, ließen alle Insassen aussteigen, kontrollierten ihre Personalausweise und erschossen sie dann. Einige überlebten verletzt. Nach ersten Berichten soll es sich um zehn bis zwölf, möglicherweise auch mehr als fünfzehn Angreifer gehandelt haben, die Militäruniformen trugen. Es gab zunächst keine »Bekennererklärungen«. Spontan werden Morde an Schiiten und Angehörigen anderer religiöser Minderheiten Pakistans stets mit extremistischen Sunniten in Zusammenhang gebracht, die alle anderen Fraktionen und Strömungen innerhalb des Islam als »Ungläubige« betrachten und gewaltsam bekämpfen. Pakistanische Medien wiesen darauf hin, daß der Überfall vom Donnerstag bereits die dritte derartige Tat innerhalb von sechs Monaten war. Am 28. ...

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