16.08.2012 / Ansichten / Seite 8

Kriegsszenario

Panetta wirft Iran Einmischung vor

Werner Pirker
Frechheit siegt, wird sich US-Verteidigungsminister Leon Panetta gedacht haben, als er den Iran aufforderte, sich aus dem Syrien-Konflikt rauszuhalten. Es gebe Hinweise, gab sich der Mann aufrichtig empört, daß Teheran schiitische Milizen, die auf seiten des Assad-Regimes kämpfen sollen, aufbaue und trainiere. Das wertet der Pentagon-Chef offenbar als illegitime Einmischung in Angelegenheiten, die ausschließlich den Westen und die mit ihm verbündeten Golfmonarchien etwas anzugehen haben.

Die geheimen Operationen, mit denen das illustre Kriegsbündnis schon seit geraumer Zeit den Syrien-Konflikt aufgemischt und damit allen Bemühungen um eine innersyrische Übereinkunft den Boden entzogen hat, werden von Washington nicht einmal mehr bestritten. Mag anfangs noch Wert darauf gelegt worden sein, die bewaffnete Opposition nicht gleich in ihrer erbärmlichen Existenz als fremdfinanzierte Söldnerbande bloßzustellen, so ist es mittlerweile kein Geheimnis mehr, daß M...

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