16.08.2012 / Inland / Seite 4

Zweite Chance

Tarifvertrag in Hessens Metallindustrie soll Jugendlichen ohne Schulabschluß Einstieg in reguläre Berufsausbildung ermöglichen

Daniel Behruzi, Frankfurt am Main
Jugendliche ohne Schulabschluß sollen die Chance auf einen Ausbildungsplatz in Hessens Metallindustrie bekommen. Das sieht ein am Donnerstag in Frankfurt am Main vorgestellter »Tarifvertrag zur Integration Jugendlicher in Berufsausbildung« vor, der so ähnlich auch in anderen Bezirken vereinbart wurde. Demnach sollen »förderungsbedürftige Jugendliche« eine maximal einjährige »Coachingphase« im Betrieb durchlaufen können, um sich für eine reguläre Berufsausbildung zu qualifizieren. Eine solche Maßnahme anzubieten ist für die Unternehmen ebenso freiwillig wie die spätere Übernahme in ein Ausbildungsverhältnis.

»Es ist nicht akzeptabel, daß jeder siebte Jugendliche ohne Berufsausbildung auf den Arbeitsmarkt kommt«, erklärte Armin Schild, Leiter des IG-Metall-Bezirks Mitte, bei einer gemeinsam mit dem Unternehmerverband Hessenmetall durchgeführten Pressekonferenz. »Mit unserem Tarifvertrag haben wir den sozialpolitischen Anspruch, Jugendlichen in der Metall- ...

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