16.08.2012 / Feuilleton / Seite 13

An der Stange

Der Film nach dem Flop ist der Film, der es an der Kasse bringt: Soderberghs »Magic Mike«

Peer Schmitt
Steven Soderbergh dachte unlängst darüber nach, sich aus dem Filmgeschäft zurückzuziehen. Nicht daß er aufhören wollte, Filme zu machen, nur der »Ort Kino« ist halt einer, den man früher oder später zu verlassen hat: »Das amerikanische Kinopublikum scheint zur Zeit an irgendeiner Form von Ambiguität oder irgendeiner wirklichen Komplexität der Figuren und Erzählformen nicht besonders interessiert zu sein. (…) Ich denke, diese Qualitäten sind inzwischen im Fernsehen zu sehen, und alle die sich für Geschichten mit solchen Qualitäten interessieren, schauen inzwischen fern.« (Hollywood Reporter, 29.6.2012).

Sein neuster Film »Magic Mike« ist ein Überraschungserfolg. Auf den ersten Blick ist es sein genremäßigster, aber bestimmt nicht sein unkompliziertester Film. Er erinnert daran, daß es einmal nicht unwichtig war, Genres gleichsam als Folie zu benutzen, um etwas anderes zu zeigen. Zum Beispiel hin und wieder einmal eine kleine Wahrheit. Die Wahrheit ...

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