15.08.2012 / Inland / Seite 8

»Die Rassisten nutzen Unmut der Bürger in der Krise«

Pro Deutschland will am Wochenende in Berlin vor Moscheen und linken Projekten aufmarschieren. Ein Gespräch mit Dirk Stegemann

Gitta Düperthal
Dirk Stegemann ist Sprecher der Berliner Kampagne »Zusammen handeln«, das aus dem Bündnis »Rechtspopulismus stoppen« hervorgegangen ist, das sich anläßlich der Berliner Wahlen 2010 gebildet hatte

Für das Wochenende ruft das Bündnis »Zusammen Handeln« dazu auf, Pro Deutschland »die Tour zu vermasseln«. Was plant diese islamfeindliche Partei in Berlin?

Die Rassisten von Pro Deutschland wollen Provokationen vor muslimischen Einrichtungen, selbstbestimmten Wohnprojekten und dem Rathaus Kreuzberg starten. Sie haben sich zwei Schwerpunkte gesetzt: Die Hetze gegen Musliminnen und Muslime und gegen alternative Lebensweise. Das Rathaus Kreuzberg haben sie gewählt, weil Pro Deutschland im Juni 2011 dort keine Veranstaltung abhalten konnte. Damals wurden sie von Gegendemonstranten blockiert und sind nicht in das Gebäude hineingekommen. Seitdem gilt es für sie als Symbol für sogenannte »linke Meinungsdiktatur«.

Zu welchen Gegenaktionen rufen Sie auf?

»Zusammen Handel...

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