11.08.2012 / Feuilleton / Seite 13

To be or no go

Wiglaf Droste
Als »no go« bezeichnen manche Leute die Plätze, Bars, Landstriche und Stadt- oder Erdteile, die sie nicht betreten möchten, denen sie den digitalen »Gefällt mir«-Status verweigern und vor deren Aufsuchen sie auch andere warnen wollen. Antirassistisch gesonnene Sozialdemokraten bezeichneten schon das gesamte Land Brandenburg als »no go« für Nichtdeutsche und deklarierten es somit, selbstverständlich und wie immer in bester gegenteiliger Absicht, als die »national befreite Zone« und Beute, als die berufsdeutsche Schlagetots es größenwahnsinnig betrachten.

Ein »no go«, gern auch »absolutes no-go« oder »definitives no-go« genannt, ist das Gegenteil eines »place to be«. Ein »place to be« ist ein Ort, an dem man aus Gründen der Hipness einfach sein m. ß; Hipsein kommt übrigens nicht von der Babybreinahrung »Hipp«, obwohl die Sprechgewohnheiten hip sein wollender Menschen, die Restaurants durch die Bank als »Restos« bezeichnen, durchaus einen Zusamm...

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