08.08.2012 / Ausland / Seite 6

Eskalierender Krieg in Kurdistan

Schwere Kämpfe im türkisch-irakischen Grenzgebiet. Zivilisten auf der Flucht

Nick Brauns
In den kurdischen Landesteilen der Türkei werden die Gefechte zwischen der türkischen Armee und der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) immer heftiger. Der türkische Innenminister Idris Naim Sahin spricht von den schwersten Auseinandersetzungen seit Jahren, bei denen nach Armeeangaben 130 PKK-Kämpfer getötet wurden.

So verteidigen Hunderte Guerilleros seit zwei Wochen ein etwa 40 Quadratkilometer großes Gebiet rund um die Kleinstadt Semdinli gegen eine Übermacht von Tausenden Soldaten. Das im türkisch-iranisch-irakischen Grenzgebiet gelegene Semdinli hat symbolische Bedeutung für die PKK. Denn mit der kurzfristigen Einnahme des Ortes durch Guerillakämpfer war hier am 15. August 1984 der Beginn des bewaffneten Befreiungskampfes verkündet worden.

Seit dem Wochenende finden auch in der ebenfalls in der türkischen Provinz gelegenen Region Cukurca heftige Kämpfe statt. Hier hatte die Guerilla am Sonntag 19 Militärstützpunkte angegriffen, ...

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