08.08.2012 / Antifa / Seite 15

Provotour in Berlin

Die Rassistenpartei »Pro Deutschland« will vor Moscheen und linke Projekte in der Hauptstadt ­ziehen. Antifaschisten rufen zu Protesten und Festival gegen Rassismus auf

Markus Bernhardt
Die rechtsextreme Partei »Pro Deutschland« hat erneut Provokationen gegen in der Bundesrepublik lebende Muslime angekündigt. Vom 17. bis 19. August wollen die Rassisten vor verschiedenen Moscheen in Berlin öffentlich Karikaturen des islamischen Propheten Mohammed zeigen (jW berichtete). Eigenen Angaben zufolge wollen sie mit dieser Aktion für ihren kürzlich beschlossenen Antritt zur Europawahl werben. Unter dem Motto »Der Islam gehört nicht zu Europa – Islamisierung stoppen!« sollen mehr als 15 Redner von in Europa aktiven rechtsextremen Parteien auftreten und die bundesdeutsche Bevölkerung vor der angeblichen »Islamisierung« Deutschlands warnen. Dabei nehmen die Rechten nicht nur gewalttätige Auseinandersetzungen in Kauf, sondern provozieren diese ganz bewußt, um ihre Verleumdungsstrategie gegen Muslime zu unterfüttern. Nicht ohne Erfolg. Als »Pro Deutschland« Anfang Mai Kundgebungen vor Moscheen in Solingen und Bonn abhielt, kam es zu Gewalt­szenen zwischen Rechten, Muslimen ...

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