07.08.2012 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Teilsieg für Maredo

Steakhauskette kommt in zwei von drei Fällen mit der Kündigung von Betriebsräten wegen Bagatelldelikten in erster Instanz durch

Daniel Behruzi, Frankfurt am Main
Die Steakhauskette Maredo hat im Streit mit dem Betriebsrat seiner Filiale auf der Frankfurter »Freßgass’« einen Teilerfolg errungen. Das Arbeitsgericht der Mainmetropole folgte in der vergangenen Woche dem Antrag des Unternehmens, die Zustimmung der Beschäftigtenvertretung zur außerordentlichen Kündigung von zwei seiner drei Mitglieder zu ersetzen. Im dritten Fall entschieden die Richter im Sinne des Betriebsrats und lehnten die Entlassung ab. Unterstützer der Betroffenen – die hinter dem Vorgehen der Maredo-Spitze den Versuch sehen, einen aktiven Betriebsrat zu zerschlagen – zeigten sich enttäuscht. Der Anwalt des Betriebsrats kündigte an, in die nächste Instanz zu gehen. Dadurch wird das Urteil zunächst nicht rechtskräftig.

Die Entscheidung des Frankfurter Arbeitsgerichts könnte für die Maredo-Manager durchaus zum Pyrrhussieg werden. Denn die öffentliche Auseinandersetzung um die Entlassung fast der kompletten Belegschaft...

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