04.08.2012 / Inland / Seite 5

Katja und die Piratenehre

Gipfeltreffen in Berlin: Linken-Vorsitzende Kipping versuchte, dem Chef der Newcomerpartei klare Aussagen zum Thema Umverteilung zu entlocken

Claudia Wangerin
Ein harter ökonomischer Konflikt läßt sich nicht mit mehr Transparenz und modernen Smartphones lösen, war eine der Kernaussagen des Abends. Politische Gegner mögen Linken-Chefin Katja Kipping als realitätsferne Träumerin diffamieren, weil sie für ein bedingungsloses Grundeinkommen und radikale Arbeitszeitverkürzung eintritt. Im Gespräch mit dem Vorsitzenden der Piratenpartei, Bernd Schlömer, zeigte sie sich am Donnerstag deutlich rational.

Dabei hatte der Meinungsaustausch unter dem Motto »Update oder neues Betriebssystem?« im Berliner Kulturzentrum Pfefferberg wie eine seichte Talkshow begonnen. Moderator Jakob Augstein, Herausgeber des Freitag, wurde seinem Ruf als charmanter Frauenversteher nur halb gerecht. Er stellte zwar die Dame zu seiner Linken zuerst vor, richtete aber seine erste Frage an Schlömer und erkundigte sich ausgerechnet nach dessen Shopping-Gewohnheiten. Der Chefpirat und Regierungsdirektor im Verteidigungsministerium gab freundlich A...

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