04.08.2012 / Ausland / Seite 7

Yarmuk beschossen

21 Tote nach schwerem Angriff mit Granatwerfer im palästinensischen Wohnviertel der syrischen Hauptstadt. Gefechte auch in anderen Teilen des Landes

Karin Leukefeld, Damaskus
Bei zwei folgenschweren Granat­einschlägen im palästinensischen Wohnviertel von Yarmuk, einem Stadtteil von Damaskus, sind am Donnerstag abend 21 Menschen getötet worden. Der erste Einschlag ereignete sich kurz vor dem Fastenbrechen, gegen 20 Uhr nahe der Palästinastraße, im Grenzgebiet zwischen Muchayem und Tadamoun. Als Menschen hinzueilten, um Verletzten zu helfen und Tote zu bergen, schlug eine zweite Granate ein. Verwackelte Aufnahmen von Mobiltelefonen zeigen Trümmer, Staubwolken und irritiert umherlaufende Menschen am Ort des Geschehens. Während der Opposition nahestehende Gruppen noch am Abend die syrische Armee für den Angriff verantwortlich machten, wurden auch Überlegungen laut, daß bewaffnete Gruppen aus den südlichen Außenbezirken das Viertel absichtlich beschossen haben könnten. Bei den Granaten könnte es sich aber auch um Irrläufer handeln. Den ganzen Tag war es zu Auseinandersetzungen zwischen bewaffneten Gruppen und der regulären Armee im...

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