31.07.2012 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Ver.di ruft zum Protest

Dienstleistungsgewerkschaft plant im Herbst öffentliche Demonstrationen und betriebliche Aktivitäten gegen Kürzungspolitik und für Verteilungsgerechtigkeit

Daniel Behruzi
Ver.di will nach der Sommerpause mit verschiedenen Aktionen gegen die neoliberale Politik in Deutschland und Europa angehen. Das geht aus einem jW vorliegenden Schreiben von ver.di-Chef Frank Bsirske hervor, das dieser Tage an die Bezirksgeschäftsführer und Landesbezirksleitungen der Dienstleistungsgewerkschaft verschickt wurde. Im Bündnis mit anderen Gewerkschaften und Sozialverbänden soll der Druck für einen politischen Kurswechsel verstärkt werden.

Die ersten Vorboten einer sich verschlechternden Wirtschaftsentwicklung seien auch hierzulande erkennbar, heißt es in dem Anschreiben des ver.di-Vorsitzenden. Angesichts der Tatsache, daß 60 Prozent der deutschen Exporte in die EU gehen, könne die europäische Krise schnell auch Deutschland ergreifen. Dies bilde den Hintergrund von Aktivitäten, die der ver.di-Bundesvorstand für die kommenden Monate beschlossen habe. Der Brief des ver.di-Chefs soll offenbar die eigenen Funktionäre auf die Planungen einschwöre...

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