30.07.2012 / Thema / Seite 10

Bundesrepuflick Deutschland

Der alte Geier war tot. Da erhob sich der junge, krallte sich das Land, um die Brut des Bruders aus dem Nest zu werfen. Man nannte es fortan Landschaftspflege (Teil II und Schluß)

Otto Köhler
Das ist nun fast drei Jahrzehnte her – eine uralte Geschichte, aber belehrend für alle, die noch wissen wollen, was die Bonner Republik zusammenhielt. Damals, 1984, legte Joachim Albrecht Eberhard Kurt Konrad Ferdinand aus dem alten schlesischen Adelsgeschlecht derer von Brauchitsch als einstiger langjähriger Generalbevollmächtigter des Flick-Konzerns Zeugnis ab vor dem gleichnamigen Untersuchungsausschuß des Deutschen Bundestages. Seit 1965 hatte Eberhard von Brauchitsch dem Hause Flick als persönlich haftender geschäftsführender Gesellschafter gedient. Ob es wirklich Streit war, weshalb er 1971 das Haus verließ und als Generalbevollmächtiger zu Springer ging, darüber gibt es allerlei Meinungen. Es kann auch eine vertrauensbildende Maßnahme gewesen sein. Denn zu den Panzern (Krauss-Maffei), dem Pulver (Dynamit Nobel) und dem unbedruckten Papier (Feldmühle) des Flick-Konzerns hätte eine Pressemacht gepaßt, der es auf einen Krieg für eine gute Sache ...

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