30.07.2012 / Politisches Buch / Seite 15

Reaktionär-postmodern

David North hat ein Buch über drei jüngere Trotzki-Biographien geschrieben

Alexander Bahar
Anfang Juli ist im Suhrkamp Verlag die deutsche Ausgabe der Trotzki-Biographie des britischen Historikers Robert Service erschienen. Aber bereits vor zwei Jahren hatte der US-amerikanische Experte David North mit dem Band »Verteidigung Leo Trotzkis« eine Untersuchung vorgelegt, in der er neben zwei weiteren Biographien Leo Trotzkis (1879–1940) auch die von Service verfaßte Schmähschrift umfassend kritisiert. Trotzki, neben Lenin der herausragende Führer der russischen Oktoberrevolution von 1917 und Theoretiker der »permanenten Revolution«, zählt zu den am stärksten polarisierenden Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Von seinen Anhängern als unbestechlicher Analytiker, Revolutionär und Stratege bewundert, galt er seinen Feinden, dem von der Clique um Stalin gesteuerten Staats- und Parteiapparat sowie den Satellitenparteien der KPdSU, als Dämon, den sie mit unerbittlichem Haß bekämpften – bis zur Ermordung im mexikanischen Exil 1940 durch einen Geheimagenten. Verabscheut...

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