27.07.2012 / Ausland / Seite 7

Rußland will vermitteln

Moskau wirft Westen Eskalation in Syrien-Konflikt vor. Karin Leukefeld, Damaskus

An die 23 Tonnen Lebensmittel und 400 Behälter mit Kochgas wurden am Mittwoch im Damaszener Stadtteil Midan an die Bevölkerung verteilt. Die hatte in den letzten Tagen heftig unter militärischen Auseinandersetzungen zwischen bewaffneten Aufständischen und der Armee und Sicherheitskräften gelitten. Tausende waren zu Verwandten aufs Land oder in die weitgehend leerstehenden Hotels in der Innenstadt geflohen. Die weniger Wohlhabenden fanden Zuflucht in Schulen der Nachbarviertel, versorgt von zivilen Komitees und Freiwilligen des Roten Halbmonds. Am Montag waren die meisten Familien nach Midan zurückgekehrt. Zuvor war der Gouverneur von Damaskus durch die Straßen gegangen und hatte versprochen, die beschädigten Gebäude wiederherstellen und die Einwohner rasch mit allem Nötigen versorgen zu lassen.

Die Gewalt geht indes weiter. Während sich der Alltag und das Wirtschaftsleben im Zentrum der syrischen Hauptstadt allmählich normalisieren, berichten offizielle ...

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