24.07.2012 / Feuilleton / Seite 13

Platschen und Flatschen

Von nichts zu viel, vom Regen einmal abgesehen: Das war das Herzberg-Festival in Nordhessen

Thomas Behlert
Lassen Sie uns mitten im Sommer ausnahmsweise einmal vom Wetter reden. Also, der schönste Tag beim nordhessischen Herzberg-Festival war eindeutig der Sonntag. Da war der Regen verschwunden, und die morastigen Felder, die mit Schlamm und Wasser angefüllten Wege zum Festivalgelände und erst recht die mit tiefen Fahrrinnen verzierten Plätze hinter der Bühne konnten so langsam vor sich hin trocknen. Wenigstens die Abbauer der großen Gerätschaften, der Bühne, des gigantischen Zaunes und der vielen Dixie-Häuschen können ohne Regenjacken und ohne bangen Blick gen Himmel nach der letzten Band, den Herzberg Blues Allstars, hantieren.

An diesen vier Tagen in Herzberg war aber auch alles dabei, was im gut durchgehangenen Rockgeschäft Rang und Namen hat oder hatte: Inga Rumpf krähte mit rauher Stimme die schönsten Songs, Brian Auger ebenso, der fest mit beiden Beinen und vollem Körper im Leben stehende Popa Chubby gab alles, Arthur Brown jubilierte, und Miller Ander...

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