24.07.2012 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Radau bei Remploy

Großbritannien: Regierung will staatliche Werkstätten für Behinderte schließen. Die wehren sich mit Streiks

Christian Bunke, Manchester
Die staatlichen Behindertenwerkstätten in Großbritannien drohen der Kürzungspolitik der konservativ-liberaldemokratischen Regierung zum Opfer zu fallen. Doch dagegen regt sich jetzt Widerstand. Am Donnerstag streikten landesweit die Beschäftigten gegen die drohende Schließung von 27 der insgesamt 54 Standorte. Für den 26. Juli ist der nächste Streiktag geplant. 1421 Menschen könnten ihren Job verlieren. Die Werkstätten gehören zur staatlichen Remploy Ltd. Die geistig und körperlich behinderten Menschen, die hier arbeiten, werden nach Tarif bezahlt und sind gewerkschaftlich gut organisiert. Remploy existiert seit 1945 und wurde damals von einer Labour-Regierung gegründet, um Kriegsinvaliden eine Arbeit zu geben. Heute gilt Remploy als die zweite große Errungenschaft im britischen Sozialsystem, neben dem staatlichen Gesundheitssystem NHS.

Durch die jüngsten Regierungspläne ist die Institution in ihrer Existenz bedroht. Schon 2008 ließ die Labour-Regierung ...

Artikel-Länge: 4600 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    16,90 Euro/Monat Soli: 21,90 €, ermäßigt: 10,90 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe