23.07.2012 / Politisches Buch / Seite 15

Schwieriges Kapitel

Ein Buch über den »Geschlossenen Jugendwerkhof« Torgau in der DDR

Arnold Schölzel
Die sächsische Stadt Torgau hat seit 1990 ein Fünftel ihrer Einwohner verloren und noch mehr Arbeitsplätze. Ein Gewerbe allerdings blüht, das der »Gedenkstätten«. Torgau war Sitz zweier Militärgefängnisse der faschistischen Wehrmacht und seit 1943 auch des Reichskriegsgerichts. Auffällig oft werde aber, so Robert Allertz einleitend zu seinem nachdenklichen Buch »Der Jugendwerkhof in Torgau« an die sowjetischen Speziallager zwischen 1945 und 1948 erinnert wie auch an die Strafvollzugsanstalt des DDR-Innenministeriums. Schließlich gibt es eine Einrichtung, die auf den »Geschlossenen Jugendwerkhof« verweist. Die Immobilie stand mehrere Jahre leer, ein privater Bauherr begann, daraus eine Wohnanlage zu machen, 1998 wurde eine »Erinnerungs- und Begegnungsstätte« eingerichtet. Am 1. Mai 1964 wurde der »Geschlossene Jugendwerkhof« eröffnet. In ihm befanden sich nie mehr als 60 Insassen, der Aufenthalt betrug einige Wochen, maximal sechs Monate. Der Hintergrund: In der DDR existierten etwa 5...

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