20.07.2012 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Mieses Wetter, hohe Preise

Hitzewelle in den USA verschlechtert globale Ernteaussichten. Nahrungsmittel verteuern sich. Spekulanten gut im Geschäft mit dem Hunger anderer

Tomasz Konicz
Weite Teile der USA werden derzeit völlig ausgedörrt. Mitte der Woche mußten 17 Bundesstaaten behördliche Hitzewarnungen erlassen. Im Osten und dem Mittleren Westen der Vereinigten Staaten kletterten die Temperaturen tagsüber vielerorts auf mehr als 40 Grad Celsius. Rund zwei Drittel der gut 300 Millionen US-Bürger sind von den Folgen dieser extremen Wettersitua­tion betroffen. Bereits im vergangenen Juli hatte ein ungewöhnlich heißes Sommerwetter dafür gesorgt, daß rund 170 lokale historische Hitzerekorde gebrochen wurden. Die ersten sechs Monate des Jahres 2012 wurden inzwischen von der US-Wetter- und Ozeanographiebehörde (National Oceanic and Atmospheric Administration, NOAA) zum wärmsten Halbjahr innerhalb der historischen Wetteraufzeichnungen erklärt.

Die Häufung von Wetterextremen hat inzwischen sogar die regierungsnahen Experten dazu bewogen, einen Zusammenhang mit dem Klimawandel herzustellen. Tom Karl, Koordinator des Klimabüros des NOAA, sagte ...

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