10.07.2012 / Inland / Seite 2

»Der Tidenhub ist jetzt schon viel zu groß«

Zahlreiche Klagen gegen die Elbvertiefung – Einspruchsfrist lief gestern ab. Ein Gespräch mit Manfred Braasch

Mirko Knoche
Manfred Braasch ist Landesgeschäftsführer des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) Hamburg

Am gestrigen Montag mußten die letzten Klagen gegen die Elbvertiefung vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig eingehen. Bis jW-Redak­tionsschluß waren es bereits zwölf, Sie selbst haben schon am Freitag Ihre Klageschrift eingereicht. An welchen Stellen ist der Planfeststellungsbeschluß für den Baubeginn angreifbar?

Zunächst mußten wir uns durch 2600 Seiten Text durcharbeiten. Wir beziehen unsere Klage unter anderem auf die Prognose der Auswirkungen. Dort wird ein Modell verwandt, das simuliert, bei welcher Tiefe der Ausbaggerung sich der Wasserstand, die Strömungsverhältnisse, die Sedimentablagerung und ähnliches ändern. Das Verfahren der Bundesanstalt für Wasserbau ist nicht ausreichend belegt, vor allem aber beruht es auf veralteten Daten, was den Untergrund der Elbe betrifft. Dadurch ist die berechnete Ausweitung des Tidenhubs, also des Pegeluntersc...

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