09.07.2012 / Feuilleton / Seite 12

Manisches Kieksen

Barbie und ihre böse Zwillingsschwester: Das zweite Album der ­hyperaktiven Rapperin Nicki Minaj

Michael Saager
Interviews mit Nicki Minaj, dem pinken Stern des Barbie-Hop, haben eine ähnliche Aussagekraft wie Interviews mit Hollywoodstars. Über die wichtigen Dinge – gescheiterte Beziehungen, Drogensüchte, sexuelle Orientierungen – darf man nicht reden, also redet man über beinahe gar nichts. Bei der 29jährigen, aus Trinidad stammenden, in New York aufgewachsenen Rapperin Minaj, weiß man hinterher, daß sie 5000 Perücken hat und Freunden gern schicke Autos schenkt. Angela Merkel (»Angela Wer?«) kennt sie leider nicht. Aber das muß sie auch nicht als Popstar aus den USA, wo für viele das schönste an Deutschland noch immer die Mauer ist. Wie berühmt Minaj in den USA ist, läßt sich daran ersehen, daß sie in Madonnas Super-Bowl-Show im Februar an der Seite von M.I.A. ein laut quietschendes Rap-Bonbon mit Puscheln spielen durfte. Minajs Karriere begann im Jahr 2007, nachdem sie von Südstaaten-Rapper Lil Wayne entdeckt worden war, einem der finanziell erfolgreichsten Musiker weltweit. Zus...

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