09.07.2012 / Ausland / Seite 7

Vorsprung bestätigt

Mexiko: Weiterhin Vorwürfe des Wahlbetrugs gegen PRI-Kandidaten Peña Nieto

Martin Mrochen, Mexiko-Stadt
Am Wochenende haben Zehntausende Menschen in Mexiko-Stadt gegen den mutmaßlichen Sieger der Präsidentenwahl vom 1. Juli, Enrique Peña Nieto von der Institutionellen Revolutionären Partei (PRI) demonstriert. Sie werfen ihm Wahlbetrug vor. Die mexikanische Wahlbehörde IFE hatte am Freitag morgen (Ortszeit) das Endergebnis der Stimmauszählung aller 300 Wahldistrikte bekanntgegeben. Den Zahlen zufolge liegt Peña Nieto mit 38,21 Prozent der Stimmen klar vor Andrés Manuel López Obrador der linksgerichteten Partei der Demokratischen Revolution (PRD), für den 31,59 Prozent der Wahlberechtigten votierten. Bei den Berechnungen wurde eine Neuzählung von 54,5 Prozent aller Stimmen berücksichtigt, die nach einem Antrag López Obradors veranlaßt worden war.

Auch wenn eine Annullierung der Wahlen unwahrscheinlich ist, wurde damit noch keine endgültige Entscheidung darüber, wer das Präsidentenamt in Mexiko bekleiden wird, verkündet. Laut Aussage des Ratsmitgliedes des IF...

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