07.07.2012 / Titel / Seite 1

Deutscher Drohnenkrieg

André Scheer
Trotz Bankenrettung und Euro-Krise hat die Bundesregierung Geld genug für Krieg und Aufrüstung. Wie die Nachrichtenagentur Reuters am Freitag berichtete, will das Verteidigungsministerium für Kampfeinsätze 16 unbemannte Fluggeräte, sogenannte Drohnen, kaufen. Favorit sei dabei die US-amerikanische MQ-9 »Reaper«, berichtete die Agentur unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten Sprecher des Ministeriums. Als Alternative seien israelische »Heron TP« im Gespräch. Bislang hat die Bundeswehr demnach für den Krieg in Afghanistan drei israelische Drohnen geleast. Der entsprechende Vertrag laufe im Oktober aus, solle jedoch bis 2014 verlängert werden. Beide Drohnentypen können mit Raketen ausgerüstet werden. »Die Bewaffnung der Plattform ist Teil der Überlegungen«, bestätigte der Sprecher. Vor einem halben Jahr hatte Verteidigungsminister Thomas de Mai­zière auf die Frage, ob die neuen Bundeswehrdrohnen bewaffnet werden sollen, noch abgewiegelt: »Wenn etwas technisch möglich ist, be...

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