06.07.2012 / Inland / Seite 5

Hochtief gewinnt

Trotz abgelaufenen Ultimatums: Hamburger Elbphilharmonie wird weiter gebaut. Sicher ist nur: Das Prestigeobjekt wird täglich teurer

Mirko Knoche
Die Hamburger werden wieder hinter’s Licht geführt. Am gestrigen Donnerstag hat Kultursenatorin Barbara Kisseler (parteilos) eine Einigung mit dem Hochtief-Konzern präsentiert, um die Elbphilharmonie fertigzustellen. Erneut dürfen die Baulöwen den Bürgern das Geld aus der Tasche ziehen. Damit wäre Schluß gewesen, wenn Kisseler mit ihrem Ultimatum an das Essener Unternehmen ernst gemacht und alle Verträge gekündigt hätte. Sie hatte Hochtief zuvor eine Frist bis zum Mittwoch gesetzt, um damit zu beginnen, das Dach des Konzerthauses zu vollenden. Vorherige Ultimaten waren mehrmals verlängert worden.

Das Prestigeprojekt hat die Freie und Hansestadt bereits 323 Millionen Euro gekostet, ursprünglich waren 77 Millionen Euro vereinbart. Die Gesamtsumme inklusive der privatwirtschaftlichen Nutzung für ein Hotel, ein Parkhaus und mehrere Luxusappartements hat die 500-Millionen-Marke weit überschritten. Dagegen hatte sich der SPD-Senat zum Ziel ge...

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