21.06.2012 / Feuilleton / Seite 12

Am Feuer zwischen den Lagern

Auf der Waldeck beim Linken Liedersommer, letztes Wochenende

Michael Rieth
Zünftig fing das letzte Wochenende auf der Waldeck an und ganz traditionell: am Lagerfeuer. Schon am Freitag nachmittag, Stunden bevor es entzündet wurde, saßen die ersten auf Biergartenbänken, die Gitarre auf dem Schoß und übten sich in Sangeskunst. Bekannte »Arbeiterlieder« waren angesagt, Protestsongs, »klassisches« Volksgut, das nach Art von Kabarett-Couplets neu vertextet wurde; man stimmte sich ein auf eine Welle solidarischen Gemeinschaftsgefühls. Später dann, als die Dämmerung langsam herniederfiel, sich fast alle um die rot schwelenden und züngelnden Holzscheite versammelt hatten, das mitgebrachte Grillgut auf dem Schwenkrost unter dem Dreibein schmurgelte, kam sie fast unwiderstehlich auf, die schöne alte Pfadfinder- und Wandervogel-Romantik.

Tags drauf, während der an vier Orten parallel durchgeführten Workshops respektive Seminareinheiten, unterscheidet Erich Schmeckenbecher in seinem Referat »Romantik im politischen Lied« klar zw...

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