31.05.2012 / Inland / Seite 4

Berlin: Protestcamp gegen Mietexplosion

In Kreuzberg tragen von Verdrängung bedrohte Mieter ihren Unmut auf die Straße

Christian Linde
Am Samstag haben Mieter aus dem Berliner Bezirk Kreuzberg ein Straßenfest dazu genutzt, um ein Protestcamp auf der Südseite des Kottbusser Tors zu errichten. Damit wollen die Initiatoren nicht nur auf die immer weiter steigenden Mieten hinweisen, sondern auch auf die drohende Verdrängung aus ihrem Kiez. »Alle Verantwortlichen aus der Landespolitik und von den Mietervereinen haben in den vergangenen Monaten zum Ausdruck gebracht, daß sie für den sozialen Wohnungsbau nichts tun wollen oder nichts tun können«, heißt es dazu in einer Erklärung. Dabei fehle lediglich der politische Wille, Mietobergrenzen einzuführen, um die Menschen, die zum Teil seit Jahrzehnten hier wohnen, zu schützen. Im sogenannten Südblock am Kottbusser Tor leben viele Hartz-IV-Betroffene, oft mit Migrationshintergrund. Rund 1000 Wohnungen der in den 70er Jahren errichteten Häuser gehören der 2004 vom SPD/Linke-Senat privatisierten ehemaligen größten landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft GSW und der Admiral-Grundstü...

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