30.05.2012 / Inland / Seite 5

Alarmstufe Ackermann

Deutsche Bank in der Kritik: Bündnis stellt Bilanz der vergangenen zehn Jahre vor. Geschäfte mit Rüstungsfirmen, Klimakillern und Nahrungsmittelspekulanten

Jan Greve
Wohl kaum ein Gesicht steht sinnbildlicher für die Entwicklungen in der Welt der Großbanken als das von Josef Ackermann. Seit nunmehr zehn Jahren leitet der Schweizer die Deutsche Bank. Anläßlich dieses Jubiläums hat sich vor einem halben Jahr das Bündnis »Andere Banken braucht das Land!« aus verschiedenen Organisationen gebildet, das sich im Rahmen eines Dossiers mit der Ackermann-Bilanz beschäftigte und dessen Ergebnisse am Dienstag in Berlin vorstellte. Anwesend waren Vertreter der Gruppen »urgewald«, »foodwatch« und »Facing Finance«.

Die Liste der Kritikpunkte ist lang. So stünden ökologisch und sozial verträgliche Geschäfte entgegen eigener Aussagen gegenwärtig nicht auf der Tagesordnung, so der Vorwurf. In dem Dossier »Deutsche Bank – Die düstere Bilanz der Ära Ackermann« heißt es, daß trotz der Bemühungen um ein »grünes Image« die Geschäftspraktiken das Gegenteil bewirken. Die Deutsche Bank zählt auf internationaler Ebene zu den größten Geld...

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