26.05.2012 / Ausland / Seite 6

Ein revolutionärer Captain

Richard Reginald Schell baute in Philadelphia eine starke Ortsgruppe der Black Panthers auf. Er lebte für die Verteidigung der Rechte der Schwarzen. Jetzt ist er gestorben

Mumia Abu-Jamal
Sein Geburtsname war Richard Reginald Schell, aber die meisten Leute kannten ihn als Reggie. Jene, die mit ihm zusammenarbeiteten, nannten ihn schlicht »Cap«, die Kurzform von Captain. Das war sein Rang, den er innerhalb der Ortsgruppe der Black Panther Party (BPP) in Philadelphia bekleidete. Er war ein geduldiger und kluger Lehrer und kümmerte sich vor allem um die jüngeren Panthers (den Verfasser eingeschlossen).

Er war nicht der erste und auch nicht der letzte Captain der Panthers in Philadelphia, aber unter seiner Leitung wuchs der Einfluß der Ortsgruppe. Am Anfang gab es nur ein Parteibüro in einem Ladenlokal auf der alten Columbia Avenue, die heute Cecil B. Moore Avenue heißt. Später waren es fünf Büros, die über die ganze Stadt verteilt waren. Sein Verständnis von der effektiven Arbeit eines Parteibüros schloß Auseinandersetzung und Konfrontation mit ein. Während der sogenannten Rizzo-Jahre unter dem mittlerweile verstorbenen früheren Polizeichef ...

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