11.05.2012 / Inland / Seite 4

Schavan angezählt

Plagiatsvorwürfe gegen Bundesbildungsministerin werden lauter

Ralf Wurzbacher
Macht Schavan den Guttenberg? Der Druck auf Bundesbildungsministerin Annette Schavan wegen des gegen sie erhobenen Vorwurfs, bei ihrer Doktorarbeit getrickst zu haben, nimmt weiter zu. Mehrere Rechtsprofessoren halten die von einem anonymen Blogger präsentierten Belege, die CDU-Politikerin habe bei ihrer vor 32 Jahren vorgelegten Dissertation wissenschaftlich unredlich gearbeitet, für stichhaltig. Selbst innerparteilich bröckelt inzwischen ihr Rückhalt. Kritische Stimmen kommen vor allem vom Parteinachwuchs. Bundeskanzlerin Angela Merkel hält dagegen bis auf weiteres zu ihrer Parteifreundin.

Auf die Frage, ob die Ministerin noch ihr uneingeschränktes Vertrauen genieße, äußerte die CDU-Chefin gegenüber der Passauer Neuen Presse (PNP) vom Donnerstag: »Natürlich. Sie hat erklärt, daß sie ihre Arbeit vor 30 Jahren nach bestem Wissen und Gewissen verfaßt und ihre Universität mit der Überprüfung der Vorwürfe beauftragt hat.« Die angekündigte Prüfung der Arbeit...

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