23.04.2012 / Ausland / Seite 7

Protest gegen Monti

Italiens Regierung will Beamte entlassen. Zehntausende demonstrieren in Rom. Gewerkschaften kündigen Generalstreik an

Micaela Taroni, Rom
Im krisengeschüttelten Italien will Premier Mario Monti ein Tabu brechen und künftig auch Staatsdiener entlassen. Im Rahmen der »Reform« des Arbeitsmarktes, die das sogenannte Fachleutekabinett in Rom im Parlament durchbringen will, soll die Regierung auch bei der Kündigung des Personals in der öffentlichen Verwaltung freie Hand haben. Monti will überprüfen, in welchen Bereichen der öffentlichen Verwaltung Stelleneinsparungen möglich sind. Man werde versuchen, neue Arbeitsplätze für das überschüssige Personal zu finden, sollte dies nicht gelingen, werde es zur Entlassung kommen, teilte der Minister für die öffentliche Verwaltung, Filippo Patroni Griffi, Ende der vergangenen Woche mit.

Seine Worte sind ein Schlag für die Gewerkschaften, die seit Monaten eine Kampagne gegen die Pläne der Regierung zur Verringerung des Kündigungsschutzes führen. »Die Rezession wird sich hart auf Jobs und Einkünfte auswirken. Daher müssen wir sie mit einem außerordentlichen ...

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