24.03.2012 / Inland / Seite 4

Rückschritt nach Plan

Bislang verborgenes Gutachten zu »Stuttgart 21« belegt mangelnde Leistungsfähigkeit des künftigen Tiefbahnhofs. Abstriche vom Status quo waren von Beginn an gewollt

Ralf Wurzbacher
Modern, innovativ, zukunftsweisend? Nichts da: »Stuttgart 21« ist Rückschritt, und bei der Deutschen Bahn (DB) weiß man das, verschweigt es aber lieber. Ein bislang unbekanntes Dokument des staatseigenen Konzerns belegt schwarz auf weiß: Die Kapazität des im Bau befindlichen unterirdischen Bahnhofs liegt weiter unter der von seinen Machern behaupteten Leistungsfähigkeit. Statt der im sogenannten Streßtest ermittelten 49 könnten künftig lediglich 32 Züge in der Spitze pro Stunde abgefertigt werden. So steht es in einem Gutachten des Verkehrsplanungsbüros Durth Roos Consulting im Auftrag der DB-AG, das seit über 14 Jahren unter Verschluß gehalten wird. Angesichts der neuen Erkenntnisse fordern Kritiker das sofortige Ende des Milliardenprojekts.

Auf die fraglichen Unterlagen ist die Gruppe »Ingenieure 22« im Rahmen ihrer Recherche zur Planfeststellung von »Stuttgart 21« gestoßen. Das Papier ist auf Februar 1998 datiert und befaßt sich mit einer ...

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