17.03.2012 / Thema / Seite 10

Ihr Mann von morgen

Oder: Was der Neuen Rechten an Joachim Gauck so gut gefällt

Thomas Wagner
Bei all dem, was in den vergangenen Wochen für oder gegen den zweifellos aussichtsreichsten Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten vorgebracht wurde, drohte ein Gesichtspunkt unter den Tisch zu fallen. Der gern als Bürgerrechtler apostrophierte Freiheitsprediger Joachim Gauck ist auch für den äußersten rechten Rand der »Präsident der Herzen«. »Wir werden mit ihm positive Überraschungen erleben!«, hieß es schon unmittelbar nach seiner Nominierung durch die faktische Allparteienkoalition aus FDP, Union, SPD und Grünen auf der Homepage der Jungen Freiheit, und die kurz darauf erschienene Printausgabe der rechtslastigen Wochenpostille titelte: »Wir sind Präsident! Die Krise macht’s möglich.« (9/2012) Die ideologische Nähe Gaucks zum wichtigsten Selbstverständigungsorgan der Ultrakonservativen, Geschichtsrevisionisten und völkischen Nationalisten wird von einem ehemaligen Beauftragten für die Stasi-Unterlagen in Sachsen beglaubigt: »Fast alles, was...

Artikel-Länge: 21717 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe