03.03.2012 / Ausland / Seite 7

Rote Linie verschoben

Für Washington gilt »Atomwaffenpotential« jetzt als Kriegsgrund gegen Iran

Knut Mellenthin
Die US-Administration hat offenbar die israelische Argumentation für einen Kriegsgrund gegen Iran übernommen. Danach stellt nicht erst die Entwicklung von Atomwaffen die »rote Linie« dar, an deren Überschreiten Teheran mit militärischer Gewalt gehindert werden müsse, sondern bereits die technische Fähigkeit dazu (»nuclear weapon capability«). Die US-amerikanische Pro-Israel-Lobby AIPAC feierte am Freitag den politischen Erfolg an der ersten Stelle ihrer Website.

Außenministerin Hillary Clinton hatte am Mittwoch bei einer Anhörung des Außenpolitischen Ausschusses des Abgeordnetenhauses erklärt: »Es ist absolut eindeutig, daß die Politik des Präsidenten darin besteht, Iran daran zu hindern, ein ›Atomwaffenpotential‹ zu haben.« Die Außenministerin antwortete mit dieser Aussage auf die Frage, ob die US-Regierung es zulassen würde, daß Iran ein »nuklearer Schwellenstaat« werde, der nahe an der Möglichkeit stehe, Atomwaffen zu bauen.<...

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