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20.02.2012 / Feuilleton / Seite 12

Geprobte Aussetzer

Subversion in der Mitklatschhölle: Am Hamburger Schauspielhaus covern sich Studio Braun selbst und spielen »Fleisch ist mein Gemüse«

Falk Schreiber
Im Theaterkontext tauchten Studio Braun erstmals 2005 auf. Heinz Strunk, Rocko Schamoni und ­Jacques Palminger, drei nicht mehr ganz junge Herren mit Punkvergangenheit, hafenstraßen-, diskurs- und ironiegestählt und voller Begeisterung für ein Comedyverständnis jenseits von Oliver Pocher und Mario Barth. Strunk hatte gerade seinen überraschend erfolgreichen Debütroman »Fleisch ist mein Gemüse« veröffentlicht, mehr oder weniger eine klassische Superstar-Autobiographie, allerdings aus konsequenter Loserperspektive erzählt und mehrfach durch den Sarkasmuswolf gedreht, und Studio Braun zwangen die Vorlage unter dem kryptischen Titel »Phoenix – wem gehört das Licht« auf die Bühne des Hamburger Schauspielhauses. Was mit schwer theaterfremdem Szenepublikum ausverkaufte Vorstellungen zur Folge hatte sowie böse Leserbriefe in der Lokalpresse, angesichts der Lust am Dilettieren, die sich auf der größten Sprechbühne der Republik breitmachte.

Und jetzt haben S...

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