22.12.2011 / Ausland / Seite 7

Frischer Wind

Jahresrückblick 2011. Heute: Nahostkonflikt. Der arabische Aufstand sorgt für neue Bewegung

Werner Pirker
Im Nahen Osten nichts Neues. Für das zu Ende gehende Jahr läßt sich das sicher nicht behaupten. Daß dem so ist, hat sicher nichts mit US-Präsident Barack Obama zu tun, dessen Ankündigung, den Nahost-Friedensprozeß einer schnellen Verhandlungslösung zuführen und dabei auch den israelischen Verbündeten stärker in die Pflicht nehmen zu wollen, von den Israelis der Lächerlichkeit preisgegeben wurde. Es war der arabische Aufstand, der für frischen Wind im nahöstlichen Geschehen gesorgt hat.

Die Regierung von Benjamin Netanjahu freilich scheint die Veränderungen in Israels Umgebung völlig kalt zu lassen. Unbeirrt setzt sie ihre Politik der illegalen jüdischen Besiedlung des Westjordanlandes und Ostjerusalems fort. Mit der offenen Brüskierung der palästinensischen Autonomiebehörde und ihres stets kollaborationsbereiten Vorsitzenden Mahmud Abbas ist sie im Begriff, die Oslo-Konstruktion in Gänze einzureißen. Auf die neuen Bedingungen in der Region re...

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