30.07.2011 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Die Neonazis sind in der Gesellschaft angekommen«

Gespräch mit Wolfgang Dreßen. Über das veränderte Auftreten militanter Rechter, die Frage von Krieg und Frieden und die Inflationierung des Antisemitismusvorwurfes

Markus Bernhardt
Wolfgang Dreßen ist emeritierter Professor für Politik an der Fachhochschule Düsseldorf. Bis 2008 leitete er dort die »Arbeitsstelle Neonazismus«. 2003 war er Kurator der Ausstellung »Ex Oriente« in Aachen, einer Ausstellung zum Kulturtransfer aus dem »Orient« nach Europa. Zur Zeit forscht er zur »Arisierung« in der Nazizeit. Wolfgang Dreßen ist Mitglied der Partei Die Linke

Am 3. September wollen die militanten »Autonomen Nationalisten« anläßlich des von ihnen ausgerufenen »Nationalen Antikriegstages« erneut in Dortmund aufmarschieren und gegen »die internationalen Kriegstreiber – allen voran die USA mit ihren dazugehörigen Vasallenstaaten« demonstrieren. Was halten Sie von der Inszenierung der Neonazis als Kriegsgegner?

Das erste Septemberwochenende ist von ihnen für ihren sogenannten Antikriegstag ausgewählt worden, weil im September 1939 angeblich ein Weltkrieg gegen Deutschland begonnen hat. Sie folgen damit der Rede Hitlers von 1939, in ...

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