27.07.2011 / Ausland / Seite 6

Kein Geld für Flüchtlinge

Internationale Geldgeber kürzen Unterstützung für Palästinenser. UN-Sprecher fordert Ende der Besatzung

Karin Leukefeld
Dem UNO-Hilfswerk für die Palästinensischen Flüchtlinge (UNRWA) gehen die Gelder aus. Das sagte UNRWA-Sprecher Chris Gunness in einem Interview mit der palästinensischen Nachrichtenagentur Maan News am Sonntag. Gunness nahm auch Stellung zu Protesten von Flüchtlingen, die aus Ärger über den Wegfall von Leistungen die UNRWA-Zentrale in Gaza-Stadt blockiert hatten. UNRWA habe 100000 Namen von den Verteilerlisten gestrichen, sagte Gunness. Ein neues Programm könne genauer feststellen, welche Familien wirklich bedürftig seien. Geschäftsleute und Landbesitzer, denen es wirtschaftlich besser gehe, bräuchten keine Lebensmittelhilfen. Wirklich bedürftige Familien erhielten nun die doppelte Menge.

Gunnes wies darauf hin, daß internationale Geberstaaten ihre Überweisung von Hilfsgeldern an UNRWA reduziert, verzögert oder eingestellt hätten. Daher habe die Organisation in Gaza das »Nothilfeprogramm drastisch einschränken« müssen. Ursprünglich habe der H...

Artikel-Länge: 3391 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe