28.06.2011 / Thema / Seite 10

Nach einem Jahrestag

Von Zerrspiegeln, Zeitungen und Blättchen

Kurt Pätzold
Dieser 70. Jahrestag des Einfalls der deutschen Wehrmacht in das Territorium der UdSSR, der den Zweiten Weltkrieg erneut ausweitete und ihm eine entscheidende Wende gab, löste in Deutschland eine Vielzahl von Initiativen aus. Sie reichten erfreulich weit über bloße routinierte Bezugnahmen in offi­ziellen Erklärungen und pflichtschuldige Artikel in Zeitungen hinaus. Es fanden Gedenkveranstaltungen und Gedenkgottesdienste, Lesungen und Vorträge, Diskussions- und Konzertabende, vielerorts Ehrungen von Kriegsopfern statt. Ein an Zahl nicht bestimmbarer Teil der Zeitgenossen und der Nachgeborenen hat den Tag, der in der deutschen Geschichte als ein Datum des Verbrechens und der Schande festgeschrieben ist, zum Anlaß des Innehaltens und Nachdenkens genommen und ihn als Warnung begriffen, die ihr Verfallsdatum nicht schon hinter sich hat. So weit – so gut.

Zugleich kann eine Durchmusterung dessen, was mit Bezug auf den Beginn dieses Eroberungs...

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