01.06.2011 / Titel / Seite 1

Atommafia unersättlich

Reimar Paul
Die Atomkonzerne könnten sich eigentlich die Hände reiben. Mindestens zehn, wahrscheinlich mehr Jahre dürfen neun große Atomkraftwerke noch Strom und Atommüll produzieren. Von den abgeschalteten sieben Altmeilern werden ein oder zwei als Reserve vorgehalten. Zeichnen sich Engpässe ab– oder werden sie herbeigeredet – dürfen diese Anlagen wieder hochgefahren werden. Die Bundesregierung hat zudem angekündigt, daß Reststromkontingente der stillgelegten Reaktoren Mülheim-Kärlich und Krümmel auf neuere übertragen werden können. Unter dem Strich ist das, was die Regierung nun als Atomausstieg und Energiewende verkauft, viel weniger, als die Strommonopolisten noch vor wenigen Wochen befürchten mußten.

Doch die Atomkonzerne sind damit nicht zufrieden. Sie wehren sich vor allem gegen die Brennelemente­steuer. Nach Informationen des Handelsblattes (Dienstagausgabe) bereitet E.on bereits eine Klage dagegen vor. Ein Unternehmenssprecher sagte ...

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