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27.05.2011 / Schwerpunkt / Seite 3

Schulen verweigern sich den Streitkräften

Immer mehr Bildungseinrichtungen erklären sich zu bundeswehrfreien Zonen und erteilen Jugendoffizieren Absagen

Michael Schulze von Glaßer
Um sich den Zugang zu den potentiellen Rekruten von morgen zu sichern, gibt es mittlerweile in acht Bundesländern Kooperationsvereinbarungen zwischen dem jeweiligen Kultusministerium und der Bundeswehr: in Nordrhein-Westfalen (Oktober 2008), dem Saarland (März 2009), Baden-Württemberg (Dezember 2009), Rheinland-Pfalz (Februar 2010), Bayern (Juni 2010), Mecklenburg-Vorpommern (Juli 2010), Hessen (November 2010) und Sachsen (Dezember 2010). Die vom Militär forcierten Abkommen sichern den Jugendoffizieren der Armee – jungen, rhetorisch geschulten Soldaten – den Zugang an die Bildungseinrichtungen. Allerdings sind die Abkommen nicht bindend. Noch immer kann jede Schule für sich entscheiden, ob sie Soldaten im Unterricht zuläßt. Zwar gibt es bereits in mehreren Bundesländern Initiativen, die sich für ein Verbot der Bundeswehr an Schulen einsetzen, der politische Weg über die Landesregierungen war bisher aber nirgends erfolgreich – auch nicht ...

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