29.04.2011 / Inland / Seite 8

»Wir prüfen auch, ob wir Opfer eines Hackers wurden«

Wie kam ein antisemitisches Flugblatt auf eine Homepage der Linken? Wer wollte die Duisburger damit vorführen? Gespräch mit Horst-Werner Rook

Peter Wolter
Horst-Werner Rook ist Pressesprecher der Linkspartei in Duisburg

Die Linkspartei Duisburg ist wieder einmal in den Schlagzeilen – auf einer Ihrer Internetseiten wurde jetzt ein antisemitisches Flugblatt entdeckt. Ist das richtig?

Es handelt sich in der Tat um ein antisemitisches Pamphlet, das mit den Grundsätzen der Linken in keiner Weise übereinstimmt. Auf dem Blatt ist ein Davidstern mit Hakenkreuz abgebildet, außerdem wird im Text die Judenvernichtung durch die deutschen Faschisten geleugnet.

Und wie kommt so ein Machwerk auf eine Internetseite der Linkspartei?

Wir haben davon auch erst am Mittwoch erfahren, es war ein wenig kompliziert über einen Link zu erreichen, der über den parteiunabhängigen Jugendverband [’solid] geht. Als wir es gefunden hatten, wurde es sofort gelöscht, und wir haben uns deutlich davon distanziert.

Was verstehen Sie unter »kompliziert zu erreichen«?

An das Flugblatt kam man nur über einen Link von...

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