08.04.2011 / Ansichten / Seite 8

Zumutungen

Merkel trifft Netanjahu in Berlin

Werner Pirker
Auch wenn Deutschland die israelische Staatsräson zu seiner eigenen gemacht hat, steht es gegenwärtig um das Verhältnis zwischen der deutschen Kanzlerin Angela Merkel und dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu nicht zum besten. Angesichts der Umbrüche in der arabischen Welt erwartet Berlin von Israel verstärkte Bemühungen um eine Friedenslösung in Nahost. Merkel geht offenbar davon aus, daß die Demokratiebewegungen, vor allem die in Ägypten, eine günstige Atmosphäre für einen arabischen Friedensschluß mit Israel geschaffen haben. Das aber wollen die Israelis, die den demokratischen Aufbruch in Arabien eher als Bedrohung, denn als Hoffnungszeichen wahrnehmen, keinesfalls so sehen. Was durchaus seine Logik hat. Schließlich ist Israel mit Mubarak sein zuverlässigster regionaler Partner bei der Niederhaltung des arabischen Volkswiderstandes gegen die zionistische Besatzungspolitik abhanden gekommen.

Ohnedies ist Netanjahu nicht nach Berlin g...

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