26.02.2011 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Instantprominente allüberall«

Gespräch mit Tom Schimmeck. Über Macht und Ohnmacht der Medien, Bespaßungsjournalismus und Nicht-Kritik

Reinhard Jellen
Tom Schimmeck ist einer der letzten Mohikaner des investigativen Journalismus in Deutschland. Er hat 1979 die taz mitbegründet, war Spiegel-Redakteur und Reporter u.a. bei konkret, Tempo und Woche. Er schreibt momentan für die Süddeutsche Zeitung, profil und Die Zeit und produziert zahlreiche Hörfunkbeiträge.
Während seiner Laufbahn wurde er mit zahlreichen angesehenen Journalistenpreisen bedacht. In seinem Buch »Am besten nichts Neues: Medien, Macht und Meinungsmache« (Westend-Verlag) wirft er einen konzentrierten Blick hinter die Kulissen der Meinungsindustrie und legt mit spitzer Feder eine furiose Abrechnung mit dem Medienbusineß vor.


Können Sie uns erklären, warum über Johannes B. Kerner so geschimpft wird, während zum Beispiel Geistesgrößen wie Giovanni di Lorenzo ungeschoren davonkommen, die doch journalistisch und intellektuell ähnlich subtil agieren?

Da muß ich wirklich passen. Da ich mir die Kerners dieser Welt nicht antue, fehlt mir der Vergle...

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